Natur aus zweiter Hand

Blick vom Aussichtsturm

Als in den 1970er Jahren zum Schutz vor Hochwasser für die Städte Rietberg und Rheda-Wiedenbrück an der Ems bei Steinhorst ein Rückhaltebecken eingedeicht wurde, dachte kaum jemand an Vögel oder Frösche. Doch Kiebitze, Krickenten und allerlei weitere Wasser- und Watvogelarten, die sich bei einem Probeanstau einfanden, brachten Naturschützer auf eine ebenso geniale wie folgenreiche Idee: Warum die Ems nicht dauerhaft anstauen und das Becken in ein Mosaik aus flachen Teichen, Inseln und Feuchtgrünland verwandeln? In vierjähriger Bauzeit wurde aus dem Traum Realität. Seit 1990 finden Vögel, Frösche, Libellen und Pflanzen im Steinhorster Becken einen Lebensraum aus zweiter Hand vor.  Der Mensch kann Anteil an dieser Vielfalt nehmen. Der Deich, über den auch der Spazierweg führt, und Beobachtungshütten ermöglichen Naturerlebnisse par excellence.