Bedeutende Binnendünen - Boomberge

Die Boomberge sind mit ihren mageren Sandstandorten ein bedeutendes Binnendünengebiet im Emstal. Ausgangs der letzten Eiszeit, vor mehr als 10 000 Jahren, zogen sich die Eismassen langsam zurück. Starke Winde fegten über die blanke, vegetationsfreie Landschaft und verfrachteten die leichten Sandpartikel oft kilometerweit, um sie an anderer Stelle als Dünen abzulagern. Sie sind hier in den Boombergen besonders mächtig.

Rodung und Waldweide begünstigten seit dem Mittelalter in den Boombergen die Bildung ausgedehnter Heideflächen, in denen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Schafe weideten. Dann wurde die Heide mit genügsamen Kiefern aufgeforstet. Unter ihrem lichten Schirm siedelten sich Laubgehölze wie Eichen, Birken und Ebereschen an. Eine Etage tiefer wachsen gefährdete Pflanzen wie Glockenheide und Preiselbeere. An Waldrändern und auf Lichtungen brüten Baumpieper und Trauerschnäpper.

Offene und besonnte Stellen in den Boombergen sind ein Refugium für Silbergras, Bauernsenf und Frühlings-Spark. Im lockeren Sand graben Wildbienen ihre Bruthöhlen.

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