Dorf am Fluss - Hembergen

Hembergen liegt direkt am Fluss. Nur gut 100 Meter sind es vom Ufer der Ems bis zur Pfarrkirche, deren Ursprünge im beginnenden 13. Jahrhundert liegen. Rund acht Meter Höhenunterschied sind dabei zu überwinden – genug, um den Dorfkern vor Überschwemmungen zu schützen. Während die Ufer auf Höhe des Dorfes gut befestigt sind, hat man die Ems weiter flussaufwärts von ihrem Steinkorsett befreit. Die neu entstandenen Steilufer hat die Uferschwalbe rasch für sich entdeckt.

Für Dorfbewohner gehörte der Fluss früher zum Alltag. Er lieferte Nahrung in Form von Fischen, war Waschküche und Viehtränke und diente zum Transport von Waren. So passierten zwischen 1839 und 1842 mehr als 1000 Holzflöße über die Ems das Dorf, vor allem Eichenstämme, die bei Telgte und Warendorf eingeschlagen und zu Schiffsbauzwecken nach Leer und Papenburg geflößt wurden. Ein wichtiger Nebenerwerb war die Herstellung von flachen Weidenkörben, den Wannen. Die Wannenmacher schnitten die Ruten am Emsufer oder in den feuchten Niederungen.

Der Mensch hat die Nähe zum Fluss schon immer gesucht. Ein Beispiel ist der drei Kilometer vor Hembergen direkt am EmsRadweg gelegene Sachsenhof. Die Rekonstruktion einer Hofanlage aus dem 9. Jahrhundert zeigt  anschaulich, wie unsere Vorfahren gelebt haben.

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