Ein Fall für Spezialisten - Dünen bei Dackmar

Das mächtigste Binnendünen-System Nordwestdeutschlands begleitet die Ems. Sowohl der Wind als auch der Mensch haben ihren Teil dazu beigetragen. Zunächst waren es Stürme, die ausgangs der letzten Eiszeit die Dünen aufwehten. Sie bewaldeten sich später mit Eichen, Birken und Buchen. Holz, das die Menschen im Mittelalter gut gebrauchen konnten. Sie rodeten den Wald – und sorgten dafür, dass der feine Sand dem Wind erneut schutzlos ausgesetzt war.  In Dackmar schafften es erst die vor 200 Jahren aufgeforsteten Kiefern, den Sandverwehungen Einhalt zu gebieten.

Nährstoffarmer lockerer Sand, den die Sonne im Sommer ordentlich aufheizt und der kaum Wasser speichert – das macht Dünen zu einem Fall für Spezialisten. Offene, unbewaldete Dünen sind ein äußerst spannender Mikrokosmos. Die Sand-Segge „vernäht“ mit unterirdischen Ausläufern den Sand, der Ameisenlöwe baut Sandtrichter als tödliche Falle für Ameisen, Sandlaufkäfer jagen kleinere Insekten und die Keulenschrecke passt sich mit ihrer Färbung dem Sandboden perfekt an. Ein Schauspiel, das nur noch selten zu beobachten ist, weil offene Dünen heute selten sind. Teilweise Ersatz bieten Sandwege und sandige Böschungen.

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Mehr Infos bei:  NABU-Naturschutzstation Münsterland