Im Trüben fischen – Reinermanns Steg

"Reinermanns Steg" heißt die Brücke, die den Radler unweit der Siedlung Sinningen über die Ems führt. Wobei der Ausdruck „Steg“ für das elegant geschwungene Bauwerk nicht ganz passend erscheint. Tatsächlich bezieht der Name sich auf den schlichteren Vorgänger, der hier 1937 erstmals den Brückenschlag vollzog und die bis dahin verkehrende Fähre ersetzte. 

Tief blicken lässt die Ems von der Brücke aus nicht. Die Trübung des Wassers ist zu stark. Aufgewirbelte Feststoffe und Plankton verhindern die Sicht auf die Fische, die sich unter der Wasseroberfläche tummeln. Und das sind gar nicht so wenige. Brachsen,  Güster, Zander, Flussbarsch, Rotfeder, Schleie, Aal und Hecht kommen mit dem trüben und vergleichsweise sauerstoffarmen Wasser gut klar. Ganz anders die Bachforelle. Sie braucht klares, kühles und sauerstoffreiche Wasser. Das findet sie in der Ems und anderen größeren Flüssen vor allem im quellnahen Bereich , der deshalb als Forellenregion bezeichnet wird. Die Brachse steht stellvertretend für die Brachsenregion, die den größten Teil des Emslaufes einnimmt und sehr fischreich ist.

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Mehr Infos bei:  Biologische Station Kreis Steinfurt