Natur trifft Park - Erlenbruch und Schlosswiesen Rheda

In Rheda-Wiedenbrück verläuft der EmsRadweg mitten durch den Flora Westfalica-Park, einem ehemaligen Landesgartenschaugelände. Als fast drei Kilometer langes grünes Band entlang der renaturierten Ems verbindet er die beiden Stadtteile Rheda und Wiedenbrück. Herzstück des Parks ist das erstmals im Jahr 1170 erwähnte Wasserschloss Rheda. Es liegt inmitten eines Naturschutzgebietes mit Feuchtwiesen und einem Erlenbruchwald. Der hohe Grundwasserstand beruht auf einem künstlichen Anstau der Ems und ist erforderlich für den Erhalt der Eichenpfähle, auf denen das Schloss erbaut ist.

Vor dem Schloss wuschen die Frauen früher mit Wäschestampfer und Waschbrett die Wäsche, um sie anschließend zum Bleichen in der Sonne auf den Wiesen auszubreiten. In den nassen Bleichwiesen, die heute landwirtschaftlich genutzt sind, wachsen  Kuckucks-Lichtnelke, Wasser-Greiskraut und Teufelsabbiss, die vielerorts selten geworden sind. 

Der Erlenbruchwald an der Ems ist im Winter überflutet, was außer der Schwarz-Erle keine Baumart verträgt. Im Frühjahr überziehen Sumpf-Dotterblume, Schwertlilie und Scharbockskraut den Wald mit einem gelben Blütenteppich. Mit etwas Glück kann man den Kleinspecht beobachten oder über der Ems den schillernden Eisvogel fliegen sehen. 

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Mehr Infos bei:  Biologische Station Gütersloh/Bielefeld