Reiche Fischzüge - Emssee

Bei fast allen größeren Seen entlang des EmsRadwegs hat der Mensch seine Hand im Spiel gehabt. Die meisten sind entstanden, weil der Sand, mit dem die Ems nach der Eiszeit ihre Aue auskleidete, ein begehrter Baustoff ist. Auch der 12 Hektar große Emssee ist eine ehemalige Sandgrube. Was ihn  von vielen "Baggerseen" entlang der Ems unterscheidet, ist die Ruhe. Wer angeln, jagen oder sich Badefreuden hingeben will, ist hier fehl am Platze.

Dies kommt vor allem störungsempfindlichen Vogelarten zu Gute. Haubentaucher, Reiherenten und Graugänse brüten am Emssee, Krick- und Tafelenten und sogar der Fischadler geben hier alljährlich zu den Zugzeiten im Frühjahr und Spätsommer ein Stelldichein. Das klare Wasser lockt den Eisvogel an, der Kleinfische aus dem Wasser holt. Kiebitze, Wald- und Bruchwasserläufer bevorzugen dagegen die flachen Ufer im Norden des Sees für die Nahrungssuche.

Unterwasserpflanzen und eine Schwimmblattvegetation fehlen dem Emssee weitgehend. Wo der Seeboden im Sommer trocken fällt, sind Pionierpflanzen wie Zwergbinsen rasch zur Stelle. Alte, höhlenreiche Kopfweiden an einigen Uferabschnitten markieren den Übergang zum angrenzenden Grünland. Einen schönen Überblick über den See bietet die direkt am EmsRadweg gelegene Aussichtsplattform.

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Mehr Infos bei:  Biologische Station Gütersloh/Bielefeld