Wildnis in der Emsaue - Das Weidegebiet "Pöhlen"

Wenn ein Gebiet entlang des EmsRadweges einen Hauch von Wildnis vermittelt, dann ist es die Weidelandschaft „Pöhlen“. In einer alten, verlandeten Flussschlinge der Ems sind  Gewässer, sumpfige Wiesen, trockene Sandkuppen und Gehölze eng miteinander verzahnt. Die Landschaft ist ständigen Veränderungen unterworfen. Dafür sind neben Hochwassern auch halbwild lebende Rinder und Pferde verantwortlich. Die vom NABU betreute Herde durchstreift das 27 Hektar große Gebiet und löst durch Tritt und Verbiss dynamische Prozesse aus.  Die eindrucksvollen Tiere verhindern eine zu starke Verbuschung und schaffen mit ihren Hufen offene Bodenstellen, die seltene Wildbienen und Käfer nutzen. Im Grünland wechseln sich trockene und feuchte Bereiche auf oft engem Raum ab. Entsprechend artenreich ist die Pflanzenwelt.

In den Gewässern leben seltene Amphibien wie der Kammmolch. An warmen Maiabenden ist das Konzert der Laubfrösche weit zu hören. Nutznießer des Amphibienreichtums ist die Ringelnatter. Von Beobachtungstürmen aus kann der Besucher die Landschaft gut überblicken. Das Weidegebiet „Pöhlen“ steht in Verbindung mit dem angrenzenden Naturschutzgebiet „Haus Langen“. Hier fließt die Bever in engen Kurven der Ems zu. 

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Mehr Infos bei:  NABU-Naturschutzstation Münsterland