Zurück in die Zukunft - Renaturierte Ems bei Einen

Ihr heutiges Gesicht verdankt die Ems dem Ausbau, der in den 1930er Jahren begann und sich bis in die 1970er Jahre hinzog. Keine 20 Jahre später gab es erste Überlegungen, die Begradigung des Flusses zumindest teilweise rückgängig zu machen. Das  Ems-Auen-Schutzkonzept sieht vor, die engen Verflechtungen zwischen der Ems und ihrer Aue wiederherzustellen.  

Nicht weit vom Dorf Einen laufen seit 2009 die bislang umfangreichsten Maßnahmen, um der Ems einen Teil ihrer früheren Dynamik zurückzugeben. Ein von der EU und dem Land NRW gefördertes Projekt hat zum Ziel, der Ems auf einem fast 4 Kilometer langen Abschnitt mehr Entfaltungsmöglichkeiten einzuräumen. Baggerschaufeln haben den Lauf der Ems verlängert und neue Überflutungsräume angelegt, in denen der Fluss „arbeiten“ kann. Was er sich an einer Stelle nimmt, schwemmt er woanders wieder an. Pioniere unter den Tieren und Pflanzen sind in der Lage, neue Sandbänke rasch zu besiedeln.  Auch unter der Wasseroberfläche verändert sich einiges.  Es bilden sich unterschiedliche Strömungsverhältnisse, von denen die Fischfauna profitiert, wie erste Untersuchungen belegen.

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Mehr Infos bei:  NABU-Naturschutzstation Münsterland